Carina, Auszubildende Industriekauffrau

Ausbildung? Aber bitte nicht nur in Deutschland

Du möchtest etwas über die Ausbildung zur Industriekauffrau erfahren? Super, dann bist du bei mir genau richtig! Mein Name ist Carina und ich befinde mich nun im 3. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau in Oldenburg, somit habe ich schon einen sehr guten Eindruck von der Ausbildung an sich und der Ausbildung bei Tulip erhalten.

Während der Ausbildung durchläuft man bei TULIP fünf verschiedene Bereiche: Personal, Buchhaltung, Einkauf, Planung und Controlling für jeweils einen Zeitraum von einem halben Jahr. Neben den Tätigkeiten in diesen Abteilungen, hat man aber auch die Möglichkeit an Messen teilzunehmen, die Produktionsstandorte in Schüttorf und Dinklage zu besichtigen und den Vertrieb in Hamburg kennenzulernen. Gerade die Messen sind neben dem ganz normalen Arbeitsalltag im Büro eine willkommene Abwechslung, hierbei handelt es sich um die verschiedensten Messen. So war ich zum Beispiel schon auf der Ausbildungsmesse in Oldenburg, der Edeka Azubi-Award-Messe in Bremen und auf der Kieler Woche.

Besonders gut an meiner Ausbildung gefällt mir auch die dänische Mentalität, welche sich durch unser Unternehmen zieht, so ist das „Du“ unter Kollegen eine Selbstverständlichkeit und gerade am Anfang die Hürde nicht so groß Fragen zu stellen. Bevor die Ausbildung bei Tulip beginnt, werden alle Auszubildenden zu einem „Azubi-Treffen“ eingeladen. Hier bekommen die neuen Auszubildenden schon mal die Chance erste Kontakte zu knüpfen.

Über das Projekt Erasmus+ (Mobilitätsprogramm der EU) bekam ich in den Sommerferien 2015 die Möglichkeit, ein 6-wöchiges Praktikum in unserer Unternehmenszentrale in Randers zu absolvieren, das war bisher mein persönliches Highlight der Ausbildung. Als erste Auszubildende bei TULIP diese Möglichkeit zu bekommen war für mich eine wahnsinnige Chance. Ich hatte viele Vorstellungen und viele Fragen. Wer ist für was zuständig? Warum werden viele Prozesse aus Dänemark gesteuert? Und ganz entscheidend: Wer steht hinter den Prozessen? Mit großem Wissensdurst fuhr ich nach Dänemark. Sowohl von den Kollegen aus meiner Abteilung, als auch von allen anderen Kollegen wurde ich herzlich empfangen. Jeder gab sich die größte Mühe mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Ich wurde im Zentraleinkauf eingesetzt und hatte dort eine Vielzahl von interessanten Aufgaben: Recherche von Lieferanten, Kontaktaufnahme mit Lieferanten, Durchführung von Preisänderungen im System, Erstellung von neuen Verträgen und einiges mehr… Besonders gut gefiel mir aber, dass ich an vielen Meetings teilnehmen konnte und diese aus Rücksichtnahme auf Englisch geführt wurden. Weitere Highlights waren der Besuch bei einem Etikettenlieferanten und die Besichtigung unserer Produktion in Vejle. Infolge dessen wurden Abläufe des gesamten Unternehmens klarer, die englische Sprache besser, aber vor allem lernte man die Leute persönlich kennen, die man bisher nur von E-Mails kannte. Gemeinsamkeiten und Unterschiede, kulturell aber auch betrieblich, wurden mir aufgezeigt und näher gebracht. Mein Aufgabenfeld war abwechslungsreich und sehr interessant und bei Fragen stand mir immer gerne jemand zur Verfügung.

Im Endeffekt sind 6 Wochen keine lange Zeit, aber um einige Schnittstellen zu erkennen und die kulturellen als auch betrieblichen Unterschiede zu sehen, perfekt! Dieser Aufenthalt hat definitiv bewirkt, dass der Kontakt mit dänischen Kollegen um einiges leichter für mich geworden ist. Besonders durch die dänische Kollegin, welche mich für diesen Zeitraum beherbergte und sich hervorragend um mich kümmerte, war es eine unvergessliche Zeit. Durch jede Menge Ausflugstipps von meinen Kollegen wurde es auch in meiner Freizeit nie langweilig und ich konnte das Land kennenlernen, so war ich zum Beispiel im Legoland, in Skagen und Hjmmelberget. Ich hoffe, dass zukünftig solche Projekte weiter fortgeführt werden. Für mich war es definitiv ein voller Erfolg!